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"Kolonisieren heißt Erziehen": Kolonialpädagogik und Kolonialrassismus in der deutschen Erziehungswissenschaft bis in die NS-Zeit und Nachwirkungen.

Im Vortrag geht es um die Geschichte des Kolonialrassismus in der deutschen Erziehungswissenschaft – angefangen von der deutschen Missionspädagogik in Afrika während der deutschen Kolonialherrschaft in sog. ‚Schutzgebieten‘ (1884-1914) über die kolonialrevisionistische Propaganda in der Weimarer Republik bis hin zu den erziehungswissenschaftlichen Schriften über eine „spezifisch deutsche Theorie der Kolonisation“ in der NS-Zeit.

Welche ideologischen Inhalte des kolonialen Diskurses wurden im pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Bereich vermittelt? Wie wurde die kulturtheoretische Debatte der vermeintlichen Kulturstufen und ‚Eigenart‘ an die NS-Ideologie angepasst? Welche Rolle wurde der Pädagogik und Erziehungswissenschaft im Rahmen einer imaginierten Rekolonisation in Afrika zugeschrieben? Wie wurden die vergangenen kolonialen Verbrechen Deutschlands (u.a. Völkermord an Herero und Nama) verleugnet oder verharmlost, während gleichzeitig stattfindende NS-Verbrechen legitimiert wurden? Welche Konstruktionen des ‚Deutschen‘, ‚Europäischen‘ und des ‚Afrikanischen‘ wurden dabei formuliert? Welche Nachwirkungen haben solche Denkfiguren in der postkolonialen und ‚postnationalsozialistischen‘ Gesellschaft? Was bedeutet das für eine Rassismus-kritische Pädagogik und Erziehungswissenschaft?

Z. Ece Kaya ist diplomierte Politologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin, seit April 2018 Co-Leiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Universität Frankfurt/Main. Sie forscht und lehrt zu NS-Zeit und NS-Pädagogik sowie zu erziehungswissenschaftlicher Rassismus- und Antisemitismusforschung.

Die Ringvorlesung wird aufgrund der aktuellen Situation als Online-Veranstaltung via Zoom stattfinden.

 

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