TU Berlin

Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und GeschlechterforschungProf. Dr. Ranjana Khanna

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On the Question of Translation and Identification.

Vortrag von Prof. Dr. Ranjana Khanna (Duke University, North Carolina)

On the Question of Translation and Identification.

Vortrag in englischer Sprache

Mittwoch, 27.11.2019 von 18-20 Uhr im Raum 0110, TU Hauptgebäude


On the Question of Translation and Identification.

Prof. Dr. Ranjana Khanna will be talking about “the Question of Translation and Identification” and the manner is which Derrida discusses gender in terms of translation.  Khanna wants to explore how the slippage from identification into identity in both academic and politico-medical discourse is and is not tantamount to the disappearance of the unconscious. The category of the trans- in this regard will be considered. She will discuss colonial debates - and here the problem with the decolonial turn and it’s neglection of the psychoanalytic in postcolonial theory — as a way of discussing postcolonial theory from a Derridean perspective.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung Die doppelte Verwertung. Vom Verschwinden des Unbewussten aus dem Wissen der Disziplinen, statt.

Die Geschichte des Unbewussten ist seit seiner ‚Entdeckung‘ um 1800 eine umkämpfte Geschichte. Schon die Frage, ob es entdeckt oder erfunden wurde, ist letztlich unbeantwortbar. Das Unbewusste war zudem immer auch das Unbewiesene und selbst jene, die von seiner Existenz überzeugt sind, sind sich uneinig, was das Unbewusste genau ist und wie es wirkt.

Die Vorträge der Ringvorlesung gehen vor diesem Hintergrund aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach dem Status des Unbewussten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen nach. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass insbesondere in den an Zahlen, Metrisierung und Standardisierung orientierten Disziplinen eine Verdrängung des Unbewussten stattfindet, die so auch das Unverfügbare wegrationalisiert.

Was aber passiert, wenn Standardisierung und Ökonomisierung menschlicher Belange vorangetrieben wird und die Räume für Träume und Utopien – und damit auch die der politischen Kämpfe für andere Gesellschaftsordnungen – in geordnete Bahnen der Effizienz und Output-Orientierung gelenkt werden? Verschwinden mit dem Unbewussten dann auch die Möglichkeiten, sich der Rationalisierung zu entziehen und Neues zu ermöglichen? Und wie können wir diese Fragen nicht gegen, sondern mit Hilfe neuer Technologien artikulieren?

An diesen Diskussionen dranzubleiben, ist daher auch eine Aufforderung, das vermeintlich nicht (Ver)messbare und Kategorisierbare immer wieder ins Labor, die Wissensproduktionsstätten und in die Interpretationen einer scheinbar bis ins kleinste Details verwalteten und über Risikoberechnungen vorhersagbaren Zukunft hineinzutragen.


Prof. Dr. Ranjana Khanna

Ranjana Khanna is Professor of English, Women's Studies, and the Literature Program at Duke University. She works on Anglo- and Francophone Postcolonial theory and literature, and Film, Psychoanalysis, and Feminist theory. She has published widely on transnational feminism, psychoanalysis, and postcolonial and feminist theory, literature, and film. She is the author of Dark Continents: Psychoanalysis and Colonialism (Duke University Press, 2003) and Algeria Cuts: Women and Representation 1830 to the present (Stanford University Press, 2008).

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