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TU Berlin

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Das Unbewusste der Neurowissenschaften

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Das Unbewusste fiel einer doppelten Purifizierungsbewegung zum Opfer. Zunächst hat die akademische Psychologie im Namen von Objektivität und Experimentalisierung vermeintlich subjektive, deutende Zugänge zum Unbewussten als unwissenschaftlich ausgeschlossen und anschließend wurde die auf diese Weise „objektivierte“ Psychologie ihrerseits durch die Neurowissenschaften naturalisiert, bis nichts mehr übrig war vom Seelischen außer „brain acvtivation patterns“. Aber obwohl die Erklärungen eines unmittelbar bevorstehenden Durchbruchs neurowissenschaftlicher Forschungen entsprechend vollmundig ausfielen, reüssierten wenig später ganz andereForschungstemen wie z.B. halbwache Traumzustände, eingebildete Lähmungserscheinungen oder chemisch induzierte Halluzinationen. Die Sache und ihr historischer Verlauf sind also komplizierterund fordern zu einer erneuten Sichtung heraus, zu der dann auch die Frage nach dem Unbewussten der Neurowissenschaften selbst gehören muss.

 

Prof. Dr. Cornelius Borck

Cornelius Borck ist Professor für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin und Naturwissenschaften und Direktor des Instituts für Medizin und Wissenschaftsgeschichte, Universität zu Lübeck.

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