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TU Berlin

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Geschlechter-und Begehrenskonzeptionen jenseits von Schicksal und freiem Willen

In Zeiten, in denen das Geschlecht in den social media als „benutzerdefiniert“ gilt, herrscht vielerorts Verwirrung. Auch die Politik hat nun der Zweigeschlechtlichkeit eine Absage erteilt; neben „männlich“ und „weiblich“ gibt es auch die Kategorie „divers“. Doch kann man das Geschlecht einfach so wählen? Nicht nur die Frage der Geschlechtsidentität, auch die Entstehung der sexuellen Orientierung hat Psychologie und Sexualwissenschaft vielfach beschäftigt. Doch auch die Lösung dieses Rätsels ist indes ausgeblieben, die neueste Suche nach einem rosa Gen erweist sich als wenig aussichtsreich. Die Psychoanalyse geht mit ihrer Perspektive des Unbewussten von vielfältigen geschlechtlichen Identifizierungen und Begehrensformen aus, die weder angeboren sind noch autonom gewählt werden können, sondern sich in sozialen Interaktionen bilden.

 

 

 

Prof. Dr. Ilka Quindeau

Ilka Quindeau ist Vorsitzende der Sigmund Freud Stiftung e.V., Präsidentin der International Psychoanalytic University Berlin (IPU) und Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der Frankfurt University of Applied Science.

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