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Online Dokumentation der Ringvorlesung

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Politiken der Artefakte und des Wissens – Transdisziplinäre Geschlechterforschung zu MINT und Planung Ringvorlesung 

Gegenwärtige Gesellschaften sind von Forschung, Entwicklung und Innovationen in MINT und Planung in hohem Maße geprägt, die in Verschränkung und Wechselwirkung mit weiteren gesellschaftlichen Teilbereichen in Politik, Medien oder Wirtschaft fortwährend gesellschaftliche Wandlungs- und Transformationsprozesse lokaler, regionaler, nationalstaatlicher und globaler Reichweite ko-induzieren. Eine explizite Integration von Gender- und Diversity-Aspekten, die von Ergebnissen und Perspektiven der Gender Studies ausgeht, erfolgt hierbei jedoch zumeist kaum. Dies zeitigt folgenreiche Konsequenzen für das Fortbestehen, die Re-Etablierung und auch die Re-Strukturierung sozialer Ungleichheiten, Normierungen und Regulierungen, die implizit und explizit von Gender- und Diversity-Dimensionen durchzogen sind. Gefragt wird danach wie transdisziplinäre Perspektiven es ermöglichen, sowohl Gender- und Diversityaspekte von MINT und Planung zu identifizieren als auch Gender- und Diversityaspekte in MINT und Planung systematisch und reflexiv zu integrieren.

Ort:

TU Berlin, Marchstraße 23, 10587 Berlin, Raum MAR 2.013

Zeit:

i.d.R. donnerstags, 12–14 Uhr

Kontakt: 

, Fachgebiet Gender in MINT und Planung / Feminist Studies in Science, Technology and Society, Tel.: 030 314-26995

oder

 , Tel.: 030 314-26995

Den Flyer als Downloadversion finden Sie hier

Graphic Recordings von Nina Neef

2018-04-26, Prof. Dr. Petra Lucht, Eröffnungsvortrag, Politiken der Artefakte und des Wissens. Transdisziplinäre Gender Studies in MINT und Planung

26.04.2018 Eröffnungsvortrag, Prof. Dr. Petra Lucht, TU Berlin

Abstract: Wie kann es gelingen, Geschlechterpolitik in MINT und Planung sowohl zu identifizieren als auch in diese Fächer zu integrieren? Im Eröffnungsvortrag zur Ringvorlesung werden drei Forschungsperspektiven sowie deren Kontingenzen und mögliche Verschränkungen anhand von Fallstudien fokussiert: (1) Fachkulturforschung, (2) Wissensforschung und (3) Anwendungs-, Technik- und Planungsgenese.

Interview

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Kurzbiographie:

2018-05-03, Pr. Dr. Heike Wiesner, Mehr Diversity/gender wagen: Transformative Technologien & Partizipation

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03. 05. 2018, Prof. Dr. Heike Wiesner, HWR Berlin

Abstract: Transformative Technologien – insbesondere im Bereich Robotik – gelten aktuell als wichtigste Schlüsseltechnologien gesellschaftlicher Entwicklung und Innovationen. Ihre fast unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten erwecken den Eindruck der allgegenwärtigen Erreichbarkeit und Teilhabe. Der Vortrag zeigt auf, wie es gelingen kann, Innovationen in diesem Feld durch partizipative Technikgestaltung aus Lehre und Forschung unter Diversity/gender-Aspekten zu entwickeln und umzusetzen.

Kurzbiographie: Heike Wiesner ist seit 2009 Professorin für „Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme“ im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der HWR Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme,  Transformative Technologien, Partizipative Medien- und Softwaregestaltung sowie Diversity/Gender-Forschung.

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2018-05-24, Prof. Dr. Susanne Ihsen, MINT-Gender Studies – Selbstverständnis und Vielfalt eines jungen Fachgebiets

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24.05.2018, Prof. Dr. Susanne Ihsen, TU München

Abstract: 1991 wurde die erste MINT-Gender Studies-Professur in Deutschland eingerichtet. 2016 zählen wir ca. 20 dieser Professuren in Deutschland. Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Forschungsschwerpunkten lassen sich ebenso identifizieren, wie offene Fragen zur Institutionalisierung. Diese werden insbesondere an der Entwicklung der Professur für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften an der TU München nachgezeichnet.

Kurzbiographie: Prof. Dr. Susanne Ihsen, seit 2004 Professorin für Gender Studies in Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München mit den  Forschungsschwerpunkten Gender und Diversity in (Wissenschafts-) Organisationen, in der Ingenieurausbildung, im Ingenieurberuf sowie in der Technikforschung selbst.

Ausbildung als Erzieherin, bis 1994 Studium der Sozialwissenschaften an der UDE Duisburg und der RWTH Aachen; 1994 bis 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotion am Hochschuldidaktischen Zentrum (HDZ) und Lehrstuhl Informatik im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen; von 1999 bis 2004 erst Mitarbeiterin, dann Leiterin der Abteilung Beruf und Karriere im VDI Verein Deutscher Ingenieure, 2004 Lehrauftrag an der Fachhochschule Köln, Fakultät Fahrzeugsysteme und Produktion.

Diverse Gastprofessuren in ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen, Mitglied, Expertin und Gutachterin in verschiedenen nationalen und internationalen Kommissionen, Gremien, Vereinen und bei Berufungsverfahren an deutschen Universitäten und Fachhochschulen. Seit 2005 stellv. Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

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Traueranzeige

Plötzlich und unerwartet ist unsere Kollegin

 Prof. Dr. phil. Susanne Ihsen

* 30. Mai 1964         †20. August 2018

 - Professorin für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften an der TU München - 

verstorben. Tief betroffen trauern wir um eine hoch angesehene und in zahlreichen Netzwerken engagierte Kollegin und Pionierin in den Gender Studies, die in Lehre und Forschung die Zusammenhänge von Gender, Technik und Diversity in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte. Unsere aufrichtige Anteilnahme und Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, ihrer Familie und ihren Freundinnen und Freunden.

 

Sabine Hark und Petra Lucht und das Team des ZIFG

  

2018-05-31, Bettina Bock von Wülfingen, Seeing and Being Seen in Academic Space: Materialist Perspectives on (Inequalities in) Technologies of the Self, or: unsettling excellence in interdisciplinarity?

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31.05.2018, Dr. Bettina Bock von Wülfingen, HU Berlin

Abstract: Making use of space, especially academic space, is intertwined with issues of power – learned, engrained and exerted in the between-space (Merleau-Ponty 1962). Executed in an interdisciplinary research community (a cluster of Excellence) this study empirically investigated: do women use less space when giving a talk? We had significant findings – along unexpected lines of difference though.

Kurzbiographie: Bettina Bock von Wülfingen ist Kulturwissenschaftlerin und hat am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität 2012 mit der Schrift »Economies and the cell – conception and heredity around 1900 and 2000« habilitiert.

Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Gender-Rhizom« des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung und hat dessen konzeptionell-organisatorische Leitung inne.

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2018-06-07, Prof. Dr. Kerstin Palm, Hat die Evolution körperlich und psychisch zwei Geschlechter festgelegt? Ein kritischer Kommentar der Antigenderismusbezüge zur Evolutionstheorie aus biologischer Perspektive

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7.06.2018, Prof. Dr. Kerstin Palm, HU Berlin

Abstract: In den letzten Jahren häufen sich Antigenderismus-Publikationen, die sich auf die Evolution der Zweigeschlechtlichkeit als unhintergehbare Tatsache beziehen. Sie unterstellen den Gender Studies eine Leugnung biologischer Fakten und listen wissenschaftliche Beweise für die biologische Determination von Männern und Frauen auf. Aus einer gendertheoretisch informierten biologischen Perspektive erweisen sich diese Beweise jedoch in verschiedenen Hinsichten als fragwürdig, wie der Vortrag anhand von Beispielen verdeutlicht.

Kurzbiographie: Kerstin Palm, PD Dr.rer.nat., Biologin, Wissenschaftshistorikerin und Genderforscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften, Forschungsschwerpunkte: Historische Epistemologie, Trandisziplinarität, gendertheoretisch informierte Biologie, Biologiedidaktik 

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2018-06-12, Prof. Dr. Anelis Kaiser, Politiken der Artefakte und des Wissens. Transdisziplinäre Gender Studies in MINT und Planung

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DIENSTAG, 12.06.2018, 12-14 Uhr, Prof. Dr. Anelis Kaiser, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Abstract: Neurowissenschaften sollten aus Gender Studies-Perspektive nicht nur »von außen« untersucht werden: Wie kann also eine geschlechtertheoretisch fundierte neurowissenschaftlich-empirische hands-on Forschung zwischen Konstruktion und Dekonstruktion aussehen? Welche Unterschiede bestehen zu anderen MINT-Fächern? Welche Chancen birgt eine interdisziplinäre, naturwissenschaftlich-technische Gender Studies-Professur? 

Kurzbiographie: Seit 04/2017 ist Prof. Dr. Anelis Kaiser Professor for Gender Studies in MINT at the Department of Computer Science, Faculty of Engineering at the University of Freiburg. Seine Arbeitschwerpunkt sind :

  • Sex and Gender Differences in Neuroscience 
  • Feminist Neuroscience 
  • Gender and Language 
  • Neurolinguistics and Gender (Studies) 
  • Neurocognition of Language 
  • Gender Theory & (Studies of) Science 
  • Inter- and Transdisciplinarity between Science and Gender
  • Studies Multilingualism in the Brain 
  • NeuroGenderings

 

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2018-06-21, Prof. Dr. Martina Erleman, One-fits-all-Prinzip oder maßgeschneidertes Modell? Gender Studies in MINT an Universitäten und Hochschulen – Strategien und Herausforderungen

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21.06.2018, Prof. Dr. Martina Erlemann, TU Dresden

Abstract: Gender Studies in MINT ist bereits an verschiedenen (Technischen) Universitäten erfolgreich in der Lehre integriert worden. Sind diese Ansätze auch auf (Fach)Hochschulen übertragbar und inwiefern sind sie gegebenenfalls an lokale Gegebenheiten der jeweiligen Hochschule anzupassen? Diese Fragen werden anhand von Erfahrungen an Technischen Universitäten und einer Hochschule diskutiert.

Kurzbiographie: Dr. Martina Erlemann ist derzeit Gastprofessorin für Gender in Mathematik und Naturwissenschaften an der TU Dresden. Studium der Physik, Wissenschaftsgeschichte und Soziologie in Hamburg und Wien. Promotion in Soziologie an der Univ. Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Gender Studies für Natur- und Technikwissenschaften sowie in der Technik- und Wissenschaftssoziologie. 

 

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2018-06-27, Prof. Dr. Tanja Mölders, Raum & Gender. Bezüge, Verbindungen und Brüche aus nachhaltigkeitswissenschaftlicher Perspektive

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MITTWOCH, 27. 06 2018, 18-20 Uhr, Prof. Dr. Tanja Mölders, Leibnitz Universität Hannover

Abstract: Die Kategorien Raum und Geschlecht verweisen aufeinander, indem sie Ein- und Ausschlüsse, Trennungen und Hierarchisierungen markieren. Dabei bewegen sich ihre Konzeptualisierungen zwischen natur- und soziozentrischen Reduktionismen und verbinden sich darüber mit der Kategorie Natur. Im Vortrag werden diese Bezüge, Verbindungen und Brüche aus nachhaltigkeitswissenschaftlicher Perspektive nachvollzogen und so ein Forschungsprogramm Gesellschaftliche Raumverhältnisse entwickelt.

Kurzbiographie: Tanja Mölders ist Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin. Ihre Forschungsinteressen sind Geschlechterverhältnisse und Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Natur- und Geschlechterverhältnisse, nachhaltiger Raumentwicklung, Raum und Geschlecht, insb. rurale Geschlechterforschung.

 

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2018-07-05, Prof. Dr. Helene Götschel, „Materiell-diskursive Choreographien der Physik – Umsetzung einer gender- und diversity-informierten Lehre“

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05.06.2018, Prof. Dr. Helene Götschel, Hochschule Hannover

Abstract: Helene Götschel gibt einen Einblick in das Forschungsprojekt zu materiell-diskursiven Choreographien in der Lehre der Physik: Wie kann Physik gender- und diversity-informiert unterrichtet werden, wenn der Unterrichtsstoff selbst kaum Ansatzpunkte bietet, Ergebnisse der Gender und Diversity Studies einfließen zu lassen oder vergeschlechtlichte Fachinhalte und Unterrichtsmaterialien zu thematisieren?

Kurzbiographie: Helene Götschel, Diplom-Physikerin und promovierte Sozial- und Wirtschaftshistorikerin, ist Maria-Göppert-Mayer Professorin für Gender in Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover. Sie forscht und veröffentlicht an der Schnittstelle von Geschlechterforschung, Geschichte und naturwissenschaftlich-technischer Bildung.

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2018-07-12, Prof. Dr. Corinna Bath, Feministische STS für bessere technische Produkte. Beispiele, Methoden und Herausforderungen.

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12.06.2018, Prof. Dr. Corinna Bath, TU Braunschweig

Abstract: Die Übersetzung differenzierter Theorien und analytischer Erkenntnisse aus den Feminist Science and Technologie Studies in die konkrete Entwicklung von Technologie erfordert enorme Anstrengungen von beiden Seiten. Im Vortrag stelle ich gelungene Beispiele und diesen zugrunde liegende Methoden/Vorgehensweisen vor. Dabei werde ich zugleich Herausforderungen und Grenzen des Ansatzes diskutieren. 

Kurzbiographie: Corinna Bath ist Professorin an der TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule für Ange­wan­dte Wissenschaften. Sie leitet die Arbeitsgruppe „Gender, Technik und Mobilität“ an der Fakultät für Maschinenbau und ist Sprecherin des interdisziplinären, hochschul­übergreifen­den Promotionsprogramms „Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht. Interdisziplinäre Analysen von Technikentwicklung“. Ihre Forschungs­schwerpunkte sind Geschlechterfor­schung in Maschinenbau und Informatik, Wissenschafts- und Technik­forschung, sozial gerechte und ethische Gestaltung von Technologien, Feministische Theorie und Epistemologie, Inter- und Transdisziplinarität. 

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