TU Berlin

Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und GeschlechterforschungWie aus Körpern Zahlen und aus Zahlen Bilder werden

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Wie aus Körpern Zahlen und aus Zahlen Bilder werden || How bodies turn into numbers and numbers into images.

Dr. Hannah Fitsch, Berlin
Wie aus Körpern Zahlen und aus Zahlen Bilder werden ||
How bodies turn into numbers and numbers into images.
Über Algorithmen in der funktionellen Hirnforschung und die Logik der Standardisierung. On algorithms in brain research and the logic of standardization.

 

Das Vorhaben geht den mathematischen, klassifizierenden Bedingungen und daraus resultierenden ethischen Fragen nach, die sich aus der Vermessung und Digitalisierung des menschlichen Gehirns durch fMRT ergeben. Der Fokus des Projekts liegt dabei auf den binären, mathematischen Übersetzungen des Gehirns in die Hard- und Software sowie auf den hierfür verwendeten Algorithmen. Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, einen Beitrag zur Analyse aktueller Digitalisierungsweisen in der bildgebenden Hirnforschung und deren Effekte zu leisten. Dafür wird der Zusammenhang zwischen Quantifizierung lebender Körper, Visualität und Normativität in einem durchmedialisierten Alltag aufgezeigt. Konkret fragt das Projekt nach den Veränderungen im Wissen über das Gehirn seit dem Einsatz von Algorithmen in der Hirnforschung. Hierfür wird den mathematisch basierten Einschreibungen in den Modellen und Visualisierungen vom Gehirn nachgegangen, um darüber die Standardisierungen und Normierungen in den algorithmisch errechneten Bildern aufzeigen. Die vergleichende Herangehensweise des vorliegenden Projekts geht von drei zentrale Umbrüche in der Geschichte der funktionellen Bildgebung aus: Der erste Umbruch entsteht durch die Entwicklung computergesteuerter Vermessungsmethoden, die durch die Implementierung formal-logischer Prozesse einen arithmetischen Rahmen dessen festlegt, welche Phänomene mit welcher Fragestellung untersucht werden können. Das zweite hier zu untersuchende Ereignis war die Erfindung und Entwicklung der funktionellen Messmethode (fMRT) in den 1980er Jahren. Der dritte zu beobachtende Umbruch ist eine gegenwärtige Entwicklung in den Computed Neurosciences, in der sich beobachten lässt, dass die zunächst zu Untersuchungszwecken entwickelten arithmetischen Berechnungsprozesse als grundlegende Metapher für die Arbeitsweise des Gehirns herangezogen werden. Diesen Zirkelschluss gilt es historisch zu kontextualisieren und genauer zu beschreiben. Jede dieser Fragestellungen lässt sich in den Arbeitspaketen finden. Alle Fragestellungen werden in den Laborbesuchen und den Interviews mit verschiedenen Schwerpunkten untersucht. Die Unterscheidungen der Dimensionen sind zeitlich begründen, stehen aber im direkten epistemologischen Zusammenhang zueinander. 

DiGiTal – Digitalisierung: Gestaltung und Transformation

Lupe

Seit 2.2018 ist Hannah Fitsch Post-Doc im Verbundprogramm DiGiTal – Digitalisierung: Gestaltung und Transformation, einem Berliner Hochschulprogramm für Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen. DiGiTal ist ein innovatives hochschulübergreifendes Programm zur Förderung von Frauen die mittels Promotion, Habilitation/habilitationsäquivalenten Leistungen oder künstlerischem/gestalterischem Projekt ihre berufliche Laufbahn entwickeln. DIGiTal wird vom Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP) gefördert.

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