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TU Berlin

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Nach Bologna: Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule

Das Projekt ist in Kooperation mit Angelika Wetterer und Team (Universität Graz) von 04/2012 bis 04/1215 durchgeführt worden. Es war Teil des internationalen Forschungsverbundes Entrepreneurial University und GenderChange: Arbeit – Organisation – Wissen. Es wurde im Rahmen des D-A-CH-Abkommens realisiert; das Berliner Teilprojekt wurde durch die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gefördert.

Der gegenwärtige Umbau der Hochschulen zielt über die grundlegende Restrukturierung der inneren Verfasstheit der Hochschulen und ihrer Außenbeziehungen hinaus auch auf Veränderungen des wissenschaftlichen Wissens und der Wissensproduktion. Das Projekt »Nach Bologna: Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule« stellt diese Ebene des Wissens ins Zentrum. Es konzentriert sich exemplarisch auf die neuen Gender Studies-Studiengänge, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1997, also im Wesentlichen zeitgleich mit der ›Bologna‹-Reform, eingerichtet wurden. Das Projekt geht hier davon aus, dass im Prozess der Implementierung der Gender Studies pfadabhängige, lokale »institutionelle Hybride« (Münch 2009) entstehen, die die ›Bologna‹-Anforderungen mit den Zielen der Gender Studies verknüpfen.

Die Studie basiert auf drei miteinander korrespondierenden Erhebungs- und Auswertungsschritten. Mittels einer Dokumentenanalyse wird der Status quo der Gender Studies-Studiengänge hinsichtlich ihrer Programmatik und ihres Programms erfasst und der Frage nach einem Standorte übergreifenden Kanon nachgegangen. In Expert_innen-Interviews wird an ausgewählten Standorten nach dem Prozess und den Bedingungen der Institutionalisierung von Gender Studies-Lehre im jeweiligen Studiengang gefragt. Mit dem im Rahmen des Projektes entwickelten Formats der ›Wissenslabore‹ wird wiederum die Ebene des im Studium vermittelten Wissens in den Fokus genommen. Anhand dieses Materials will das Projekt Aufschluss darüber gewinnen, (1) welches Wissen, welche Themen und Fragestellungen, welche Theorien, Methoden und Anwendungsbereiche der Geschlechterforschung Eingang in die neuen Studiengänge finden und damit als relevantes wissenschaftliches Geschlechterwissen ausgewiesen werden, (2) welche Aushandlungsprozesse der Implementierung der Gender Studies vor Ort vorausgehen und sie begleiten, (3) welche AkteurInnen daran beteiligt sind, und (4) welchen Niederschlag die Reform-Imperative der ›unternehmerischen Hochschule‹ und der ›Bologna‹-Reform in der aktuellen ›Lehrgestalt‹ der Gender Studies finden.

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