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TU Berlin

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laufende Projekte

Anna Kasten
Allleinerziehende Mutterschaft als Technologie der heteronormativen Familienordnung. Diskursanalytische Studie über die Mitwirkung alleinerziehender Mütter bei der Feststellung der Vaterschaft im Unterhaltsvorschussgesetz in Deutschland und im Gesetz über Familienleistungen in Polen (Arbeitstitel)

 

Francis Seeck
»Mehr als pinke Schaumbäder« - Kollektive Selbstsorge und Community Care Praktiken in trans* und nicht-binären Räumen zwischen Selbstermächtigung und Neoliberalisierung (Arbeitstitel)

 

Inga Nüthen
Queer_feministische Begriffe des Politischen (Arbeitstitel)

 

Lisa Bor
»Klick und weg« - Digitalisierte Auslagerung von Versorgungsarbeit und Geschlechterverhältnisse (Arbeitstitel)

 

Maria Magdalena Mayer
Mitleid, Mitgefühl, Solidarität – nationale Grenzenzen?
Diskursanalytische Untersuchungen der ›Politiken der Gefühle‹ und der Konstruktion nationaler Identität im Diskurs um Flucht und Migration nach Europa aus affekt- und geschlechterwissenschaftlicher Perspektive (Arbeitstitel)

 

Martin Heger
Society Reloaded. 
Klassifikationen und Ab/Ausgrenzungen als gesellschaftskonstituierende Strategie? (Arbeitstitel)

 

Myriam Raboldt
Doing Sex. Zur Materialisierung männlicher Geschlechtskörper durch Prothetik (Arbeitstitel)

 

Sebastian Scheele
Genealogie der Verbündeten. Zur transatlantischen Reise des Privilegien-Diskurses in Feminismus und Antirassismus

 

Sophia Ermert
Öffentlichkeit aus feministischer Perspektive (Arbeitstitel)

Anna Kasten

Allleinerziehende Mutterschaft als Technologie der heteronormativen Familienordnung. Diskursanalytische Studie über die Mitwirkung alleinerziehender Mütter bei der Feststellung der Vaterschaft im Unterhaltsvorschussgesetz in Deutschland und im Gesetz über Familienleistungen in Polen (Arbeitstitel)

Hintergrund des Dissertationsprojektes sind meine Beobachtungen der polnischen Presseberichterstattung anlässlich der Auflösung des Unterhaltsfonds während des Beitritts Polens in die Europäische Union im Jahr 2004 und der damit einhergehende Kampf um die heteronormative Familienordnung. Anhand der Wissenssoziologischen Diskursanalyse untersuche ich den Konstruktionsprozess alleinerziehender Mutterschaft im rechtlich-politischen Diskurs des § 1 Abs. 3 des Unterhaltsvorschussgesetzes in Deutschland und des Art. 7 Abs. 5b u. Art. 11a Abs. 1 Pkt. 2 des Gesetzes über Familienleistungen in Polen. Der heteronormativitätskritische Ansatz dient mir als Denkwerkzeug und als analytische Linie. In meiner Untersuchung befasse ich mich mit den Fragen: was bedeutet die heteronormative Familienordnung in den jeweiligen Diskursen und welche Machtverhältnisse werden über die heteronormative Familienordnung hergestellt und/oder aufrechterhalten. Meine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Rolle der Sozialen Arbeit und der Frage, welche Soziale Arbeit damit (un)möglich gemacht wird und welche Herausforderungen sich daraus für gendersensible Soziale Arbeit ergeben. Das Ziel der Dissertation ist die Herausarbeitung der produktiven Verknüpfungen zwischen heteronormativer Familienordnung und alleinerziehender Mutterschaft. 

 

 

Francis Seeck

»Mehr als pinke Schaumbäder« - Kollektive Selbstsorge und Community Care Praktiken in trans* und nicht-binären Räumen zwischen Selbstermächtigung und Neoliberalisierung (Arbeitstitel)

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich kollektive Selbstsorge und Care Praktiken in trans* und nicht-binären Räumen. Diese nehmen unterschiedliche Formen an, beispielsweise gender-nicht-konforme Friseurkollektive, Trans* Healing Workshops, Begleitungen zu Gutachter*innentermine, ökomische Unterstützungsgruppen und virtuelle Empowerment Räume. In vielen Ländern, darunter Deutschland, wird die psychiatrische Diagnose der ›Geschlechtsidentitätsstörung‹ (DSM IV, ICD 10), oder ›Gender Dysphoria‹ (DSM V) vorausgesetzt, um trans*spezifische Gesundheitsversorgung und eine legale Anerkennung von Namen und Geschlechtsidentität zu erhalten. Kollektive trans* und nicht-binäre Care Praktiken haben sich als Gegenentwürfe zu pathologisierenden, individualisierenden und cisnormativen medizinischen und staatlichen Strukturen gebildet (Spade 2011, EricksonSchroth 2014). Die gesellschaftliche Marginalisierung von trans* und nicht-binären Personen ist umso wirkmächtiger, wenn Personen durch mehrere Diskriminierungs- und Herrschaftsverhältnisse konstituiert werden. So erhalten trans* und nicht-binäre Personen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind, weniger bis keinen Zugang zu staatlichen »Unterstützungs/Gesundheitsstrukturen« (Spade 2011).

Im Fokus der Arbeit steht die Frage, wie Care und Selbstsorge Praktiken in trans* und nicht-binären Räumen verhandelt und konzeptualisiert werden. Welche Vorstellungen von Selbst und Gesundheit werden formuliert und ausgehandelt? Welche Praktiken folgen daraus? Wer sorgt sich um wen_was? Welche Rolle spielen hierbei die Strukturkategorien Dis_ability, class, race, gender? Welche (neue) Formen von Kollektivität und Solidarität entstehen im Rahmen dieser Praktiken?

Um diesen Fragen nachzugehen, beobachte ich teilnehmend in unterschiedlichen trans* und nicht-binären Care Räumen und führe Interviews mit Akteur_innen im europäischen Raum. Im Sinne einer multi-sided ethnography (Marcus 1995) löse ich mich von territorialen Gebundenheiten und folge Care-Praktiken aus den Privatwohnungen, Bauwagenplätzen und Vereinsräumen hinaus zu Tagungen, Demonstrationen und über nationale Grenzen hinweg.

Die theoretischen Hintergrundfolien zur Interpretation des empirischen Materials bilden Theorien aus den Queer-, Trans und Affect Studies, sowie Debatten um Care und Intersektionalität.

 

 

Inga Nüthen

Queer_feministische Begriffe des Politischen (Arbeitstitel)

Die Frage danach, wovon die Rede ist, wenn wir über Politik sprechen, ist eine der grundlegenden Fragen politikwissenschaftlichen Denkens. Der Politikbegriff war theoriegeschichtlich stets umstritten, während die politik-theoretische Debatte in ihrem Kern gleichzeitig androzentrisch verengt geblieben ist. In queer_feministischen Theorien finden sich eine Vielzahl von Konzepten, die gängige Perspektiven auf Politik kritisch reflektieren und Vorschläge für eine Erweiterung oder Transformation des Begriffs machen. Dieses komplexe Begriffsfeld rekonstruiere ich in meinem Dissertationsprojekt anhand zentraler Diskussionsstränge, wie etwa Macht, Kontingenz, öffentlich-privat, Dissens und Solidarität. Ziel meiner Zusammenstellung ist es, ein mehrdimensionales, queer_feministisches Politikverständnis für eine politik-theoretische Rezeption zugänglich zu machen.

 

 

Lisa Bor

»Klick und weg« - Digitalisierte Auslagerung von Versorgungsarbeit und Geschlechterverhältnisse

Der private Haushalt war und ist vielfältig als Arbeitsplatz umstritten. Auch derzeit zeigen sich Umstrukturierungen. Im Zuge neoliberaler Neuorganisierung von Arbeit wird auch der private Haushalt zu einem jener Arbeitsmärkte, die mit digitaler Technologie organisiert werden. Dabei werden Menschen nicht durch Maschinen ersetzt – bestimmte Tätigkeiten wie Reparaturen, Renovieren und auch sogenannte »haushaltsnaher Dienstleistungen« (Einkaufen, Kochen, Putzen) und Pflege erfordern noch immer zwingend die Anwesenheit und körperlichen Einsatz einer Arbeiter*in. Start-Ups entwickelten in den letzten 5 Jahren technologischen Lösungen, die diverse Haushaltsunterstützende Tätigkeiten zum Einkauf bereitstellen und adressieren damit Haushalte mit hohem Einkommen - Einverdienerhaushalte und solche mit zwei Einkommen und bis zu einem Kind stellen den größten Marktanteil. Gleichzeitig sind es anteilig vor allem Geringqualifizierte, Migrant*innen und Frauen, die als Arbeiter*innen in diesen Sektoren angesprochen sind.

Mit dem Ausbau von Plattformen, die vor allem im Bereich Handwerk Soloselbstständigkeit im Niedriglohnsektor vorantrieben (Lorig, 2015) entstanden solche Onlineportale, die Haushaltshilfen und Putzkräfte vermitteln. Dieser Arbeitsmarkt  interessiert mich. Denn Digitalisierung, das heißt digitale, kontrollierbare, messbare , vergleichende Organisation der Arbeit ist im neoliberalen Kapitalismus in vielen Bereichen mit schlechteren Konditionen und Entgrenzung zwischen Arbeit und Nichtarbeitszeit verbunden - Wie betrifft das den vielfach informellen Sektor der Versorgungsarbeit im Privathaushalt? Ich möchte die instrumentelle Funktionsweise verschiedener Onlineplattformen sowie die Beziehung zwischen Dienstleistenden und Kundschaft untersuchen. Mich interessiert die Technologie als Zusammenspiel von Arbeiter*in – Kundschaft – Technik. Vor allem interessieren mich die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse, die Motivation der Kundschaft, die Strategien und die Widerständigkeit der Arbeiter*innen.

 

 

Maria Magdalena Mayer

Mitleid, Mitgefuhl, Solidaritat – nationale Grenzen?

Diskursanalytische Untersuchungen der 'Politiken der Gefühle' und der Konstruktion nationaler Identität im Diskurs um Flucht und Migration nach Europa aus affekt- und geschlechterwissenschaftlicher Perspektive (Arbeitstitel)

 

Die ›Fluchtlingskrise‹ dominiert 2015 und 2016 sowohl Medien wie Politik. Mitleid, Mitgefühl, Empathie – diese Begriffe scheinen dabei medial eine neue Konjunktur zu erleben, konnen aber einerseits zu einem in Frage stellen nationaler Grenzen und Identitäten führen, und andererseits zu Argumenten für starke, durchsetzungsfähige Nationalstaaten sowohl abgewehrt wie angerufen werden.

Die Dissertation setzt sich deswegen kritisch mit der Bedeutung von Mitgefühl und Empathie und deren Verwobenheit im politischen Diskurs unter affekt- und emotionstheoretischen Aspekten auseinander. Die in der feministischen Politikwissenschaft verortete Arbeit verwendet dafür ein intersektionales Framework, das sich sowohl mit kritischer Migrationsforschung, Politiken des belongings und citizenship sowie Erkenntnissen zu nationaler Identität auseinandersetzt. Leitend für die Arbeit ist dabei die Frage, welche diskursiven Zusammenhänge zwischen ›Mitgefül‹, ›Mitleid‹ und ›Solidarität‹ im Diskurs um Migration 2015 und 2016 produziert werden und welche Bedeutung diese Diskurse für die Konstruktion der nationalen Identität Deutschlands und Österreichs innerhalb struktureller Rassismen und hierarchischer Geschlechter- und Klassenverhältnissen haben.

In einer Diskursanalyse von Tageszeitungen und Parlamentsdebatten in Deutschland und Österreich 2015 und 2016, die sich mit Themen der Migration auseinandersetzen, beschäftigt sich die Arbeit auch mit Fragen rund um politische Akteur_innen und deren Agency und schließt damit an wichtige geschlechtertheoretische und anti-rassistische Forschungsfelder an.

 

Martin Heger

Society Reloaded. Klassifikation und Ab/Ausgrenzung als gesellschaftskonstituierende Strategie? (Arbeitstitel)


In den vergangenen Jahren haben sich die industriell entwickelten Länder in vielen Bereichen verändert. Viele dieser Gesellschaften beschreiten heute „neue“ Wege was die Artikulation und Durchsetzung politischer und sozialer Ziele betrifft. Aber nicht nur die entscheidenden Akteure stehen vor diesen Herausforderungen, auch die BürgerInnen müssen sich mit verschärften Bedingungen [hohe Arbeitslosigkeit, zunehmendes Armutsrisiko, Ressourcenknappheit etc.] arrangieren. Hier setzt mein Dissertationsprojekt an. Im Hinblick auf die symbolische Dimension sozialer Ungleichheit wird mit einer diskursanalytischen Herangehensweise die mediale Präsenz von Arbeitslosengeld-II-EmpfängerInnen [als eine Kategorie von Überflüssigen] untersucht. Anhand der Analyse des empirischen Materials [Zeitungsartikel] soll die Konstruiertheit von überflüssigen Identitäten rekonstruiert werden. Welche Begriffe, welche Bilder, welche Deutungsrepertoires werden verwendet, die in ihrer Gesamtheit den performativen Charakter dieses „Überflüssig-Gemacht-Werdens“ ausmachen? Ein Ziel der Untersuchung ist es, „regulatorische Regime“ zu isolieren, welche die hegemonialen Handlungs- und Definitionsstrategien formen, und somit bestehende Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen, auf die das Selbstverständnis der westlichen Zivilisation beruht.

 

 

Myriam Raboldt

Doing Sex. Zur Materialisierung männlicher Geschlechtskörper durch Prothetik (Arbeitstitel)


Prothesen hängen so unmittelbar mit dem menschlichen Körper zusammen wie kaum ein anderes technisches Artefakt. Die Beschäftigung mit Prothesen kann ohne ein Nachdenken über den Körper kaum stattfinden und Fragen nach dessen ästhetischen wie funktionalen Normen und (Selbst-)Wahrnehmungen, vor allem denen von Geschlechtskörpern, drängen sich nahezu auf.

In diesem Dissertationsprojekt wird ausgehend von der Annahme eines Doing Gender durch Techniknutzung den Praxen der technischen Konstruktion von Männlichkeit|en in Form bestimmter Körpermaterialisierungen und -funktionen – also einem Doing Sex durch Techniknutzung – nachgegangen. Dafür soll über ein Verständnis von Prothesen im Sinne von Apparaten hinausgedacht und stattdessen weitere Praxen als Geschlechtskörperprothesen in den Blick genommen werden: Schwellkörper- oder Hodenimplantate als dinglich-apparathafte Prothesen, Hormontherapien und andere Wirkstoffe als chemische Prothesen, plastische Chirurgie als organische Prothetik.

Der Fokus liegt auf dem cis-männlichen (Techno-)Körper, der damit als »quasi geschlechtsloser Normkörper« (Wöllmann 2005: 140) in den wissenschaftlichen Blick genommen wird, wodurch die Arbeit einem mehrfach konstatierten Forschungsdesiderat nachgeht. Den zeitlichen Rahmen bietet die sich in den 1960er Jahren konstituierende Andrologie als Ort der »Neuerfindung des Männerkörpers« (ebd.), die bislang nicht in den Blick der Geschlechterforschung geraten ist.

In Anlehnung an Hofer (2007: 212), der konstatiert, dass die »Bedeutung von Männlichkeits-konstruktionen für medizinisches Wissen und Handeln insgesamt noch zu wenig betrachtet worden« ist, lauten die forschungsleitenden Ausgangsfragen: Welche Vorstellungen von (hegemonialer) Männlichkeit stecken in den von der Medizin angestrebten Zielen therapeutischer Maßnahmen und folglich in der Entwicklung medizintechnologischer Produkte? Wie formen diese Technologien wiederum die Geschlechtskörper und gesellschaftliche Normvorstellungen von Geschlecht und Sexualität?

Die Arbeit verortet sich damit in der geschlechterperspektivischen Technikwissenschaftsforschung und leistet einen Beitrag zur Männlichkeits- sowie zur kritischen Medizinforschung.


Sebastian Scheele

Genealogie der Verbündeten.
Zur transatlantischen Reise des Privilegien-Diskurses in Feminismus und Antirassismus


In Feminismus und Antirassismus werden Machtverhältnisse in den letzten Jahren zunehmend mithilfe der Begriffe von Privilegien und Privilegierten thematisiert. Dieser „Privilegien-Diskurs“ taucht in den verschiedensten Feldern feministischer und antirassistischer Wissensproduktion auf: von aktivistischen Gruppen über die akademische Theoriebildung bis hin zu universitärer Personalpolitik. Eigene Textgenres wie „Privilegien-Checklisten“ haben sich herausgebildet, Kanonisierungstendenzen z.B. in Lehrbüchern sind zu beobachten. Dies gilt auch für den handlungsanleitenden Teildiskurs zu „Verbündeten“ (englisch: „allies“), der sich ebenfalls weiter verbreitet. Gleichzeitig verläuft die Debatte um den Privilegien-Begriff stark polarisiert – neben der schnellen Verbreitung existiert eine starke Ablehnung. Offenkundig ist, dass der Diskurs aus Nordamerika stammt, und seine Bedeutungen, Begründungszusammenhänge und Brisanzen dort nicht unbedingt identisch sind mit denen im deutschsprachigen Kontext. Es handelt sich um eine „travelling theory“, deren Genealogie wissenssoziologisch nachgezeichnet werden soll.
Methodisch wird dies in einem Zweischritt geleistet: Zuerst werden mithilfe von Sekundärliteratur zu Antirassismus und Feminismus Kontexte und zentrale Debatten identifiziert. Dann werden Schlüsseldokumente aus diesen Debatten diskursanalytisch auf ihre Regelhaftigkeiten und argumentativen Rahmungen untersucht.
Ziel der Arbeit ist es, diesen aktuellen Diskurs zu re-kontextualisieren und seine Entwicklung zu verstehen. Damit verbindet sich die Hoffnung, mit einer solchen Genealogie Impulse liefern zu können für die Debatte zu den (Un)Möglichkeiten von Bündnissen und Verbündeten, und dadurch idealerweise jenseits festgefahrener Polarisierungen zu feministischer und antirassistischer Praxis beizutragen.

Sophia Ermert

Öffentlichkeit aus feministischer Perspektive (Arbeitstitel)
 
»Öffentlichkeit« gilt als der Ort politischer Aushandlung. Aus feministischer Perspektive verbinden sich mit dieser gängigen Vorstellung von »Öffentlichkeit« jedoch viele kritische Fragen. Denn Machtverhältnisse erschweren oder verhindern gar den Eintritt in jenen politischen Kommunikationsraum. Es ist demnach notwendig nach einem Verständnis von »Öffentlichkeit« zu fragen, das Dynamiken des Aus- und Einschlusses feministischer und widerständiger Kommunikation erfasst. Es gilt, das Verhältnis zwischen hegemonialer und widerständiger Öffentlichkeit zu diskutieren und sich auf die Suche zu machen nach den Bedingungen, die sozialen Wandel über »Öffentlichkeit« ermöglichen.

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