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TU Berlin

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News und Veranstaltungen

RVL am 13.12.: Beginnt 19 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung

Achtung: die RVL am 13.12.2017 »BUCHVORSTELLUNG UNTERSCHEIDEN UND HERRSCHEN« findet in den Räumen der Heinricht-Böll-Stiftung statt (Schumannstr. 8, 10117 Berlin), Beginn 19 Uhr!

Mehr Informationen unter: http://calendar.boell.de/de/event/unterscheiden-und-herrschen

 

 

 

VERANSTALTUNG: Gespräch mit Sabine Hark

Am 14.11.2017 findet um 18:30 Uhr ein Gespräch mit Sabine Hark anlässlich ihres neuen Buches 'Unterscheiden und herrschen' statt.

Mehr Informationen unter: https://www.goethe.de/ins/se/de/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=21094225

 

 

 

Ringvorlesung POLITIKEN DER ZUGEHÖRIGKEIT Teil II

Lupe

Was haben so unterschiedliche soziale Felder wie Familie, wissenschaftliche Disziplinen oder Sorgearrangements gemeinsam? Sie alle organisieren Zugehörigkeit, definieren, wer dazu gehört und warum. Im zweiten Teil der Ringvorlesung »Politiken der Zugehöigkeit« werden empirische Projekte und theoretische Überlegungen vorgestellt zu vergeschlechtlichten symbolischen Grenzziehungen in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, zu Mechanismen des Unterscheidens und Herrschens, zu neuen, privaten und öffentlichen Formen von Kollektivität, Solidarität und Fürsorge, zu veränderten Subjektvorstellungen, und dazu, wie sowohl wissenschaftliche Diskurse wie queere Praktiken unser Denken über Sexualität, Geschlecht, Intimität und Familie gestalten und verändern.

Universitatsöffentliche Ringvorlesung

01.11. / 22.11. / 13.12.2017 / 10.1. / 24.1. / 7.2.2018

mittwochs 18–20 Uhr | Raum MAR 0.011

Das vollständige Programm kann hier (PDF, 2,4 MB) heruntergeladen werden.

 

Die 9. Uferpost ist da!

Lupe

Im Sommersemester hat sich einiges getan am ZIFG. Nach mehreren Jahren der Erprobung konnten wir das Studienprogramm Gender Pro MINT verstetigen. Wir freuen uns, dass Bärbel Mauss nun dauerhaft als wissenschaftliche Koordinatorin des Programms am ZIFG tätig sein wird. Erfolgreich abgeschlossen ist mit der Berufung von Petra Lucht Anfang August auch das Berufungsverfahren für die aus dem Berliner Chancengleichheitsprogramm (BCP) finanzierte W2-Professur auf Zeit »Gender in MINT und Planung. Feminist Studies in Science, Technology and Society«. Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird es damit für die kommenden fünf Jahre eine zweite Professur am ZIFG geben.
Doch der Erfolge sind noch mehr: Unsere überaus geschätzte Kollegin Hildegard Hantel, Sekretärin am ZIFG, wurde mit dem Preis »Wir sind TU« ausgezeichnet und die DFG bewilligte eine neue Forschungsgruppe zu »Recht – Geschlecht – Kollektivität. Prozesse der Normierung, Kategorisierung und Solidarisierung«, an der das ZIFG mit dem Projekt »Die Neuerfindung des Kollektiven? Zur ›Wiederentdeckung‹ der Gemeingüter. Eine Untersuchung von Diskursen und Praktiken gemeinschaftlichem urbanen Wohnens« beteiligt ist.
Von diesen Erfolgen, weiteren Aktivitäten, Forschungsprojekten und -initativen am ZIFG sowie aus dem Programm Gender Pro MINT und dem Techno-Club berichten wir auf den folgenden Seiten. Wir stellen neue Mitarbeiter*innen und die aktuellen Publikationen der Mitarbeiter*innen und Doktorand*innen vor. In der Rubrik »Feature: Ein Promotionsprojekt« präsentieren wir diesmal die Arbeit von Sahra Dornick »Poetologie des postsouveränen Subjekts. Die Romane Gila Lustigers im Kontext von Judith Butlers Ethik«.
Besonders hinweisen möchten wir auf Teil II der Ringvorlesung »Politiken der Zugehörigkeit«, die wir, wie gewohnt, mittwochs, 18 bis 20 Uhr, mit neuen Schwerpunkten fortsetzen.
Im grünen Teil der UFERPOST ist das kommentierte Verzeichnis der Lehrveranstaltungen zu finden. Hier präsentieren wir die Inhalte der Lehre und informieren über die Leistungsanforderungen sowie die Anrechenbarkeit in den Studiengängen der TUB.
Wir wünschen allen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Uferpost sowie ein erkenntnisreiches Semester.
Sabine Hark und das gesamte Team des ZIFG

Die komplette Uferpost gibt's hier (PDF, 2,6 MB) heruntergeladen werden.

 

 

W2 Professur „Gender in MINT und Planung / Feminist STS“ ‑ Berufung von Prof. Dr. Petra Lucht

Seit August 2017 hat Petra Lucht am ZIFG die W2 Professur „Gender in MINT und Planung / Feminist Studies in Science, Technology and Society (Feminist STS)“ (befristet auf 5 Jahre) inne. Dieses Fachgebiet wurde an der TU Berlin neu etabliert und ist bundesweit einmalig in seiner Ausrichtung: In Forschung und Lehre werden inter- und transdisziplinäre Ansätze der Gender Studies mit einer umfassenden Breite an Gegenstandsfeldern und Paradigmen in Natur-, Technik- und Planungswissenschaften zusammengeführt. Der dezidierte Bezug zu den Feminist Studies in Science, Technology and Society zielt dabei insbesondere auf eine Ausrichtung auf gesellschaftsrelevante Inhalte und Anwendungsbezüge von MINT und Planung.

Die jetzt berufene Fachgebietsvertreter_in Petra Lucht, Diplom-Physiker_in und promovierte Soziolog_in, bringt langjährige Erfahrungen, inter- und transdisziplinäre Expertise sowie bundesweite und internationale Vernetzungen und Kooperationen für diese anspruchsvolle Aufgabe mit. Sie hat die Sichtbarkeit, Profilierung und auch die Etablierung der Feminist STS im bundesweiten Kontext mit befördert. Zu den Arbeitsschwerpunkten von Petra Lucht in den Gender Studies gehören die Science and Technology Studies (STS), die Methoden der empirischen Sozialforschung, die Fachkulturforschung, die Wissenssoziologie sowie die Entwicklung inter- und transdisziplinärer Forschungsprojekte und Lehrkonzepte.

Zur zukünftigen Ausgestaltung des Fachgebiets sagt Petra Lucht: „In Verschränkung und Wechselwirkung mit weiteren gesellschaftlichen Teilbereichen wie Politik, Medien und Wirtschaft werden durch Forschung, Entwicklung und Innovationen in MINT und Planung fortwährend gesellschaftliche Wandlungs- und Transformationsprozesse lokaler, regionaler, nationalstaatlicher und globaler Reichweite induziert. Eine explizite Integration von Gender- und Diversity-Aspekten, die von Ergebnissen und Forschungsperspektiven der Gender Studies ausgeht, erfolgt jedoch kaum. Dies zeitigt folgenreiche Konsequenzen für das Fortbestehen, die Re-Etablierung und die Re-Strukturierung sozialer Ungleichheiten, Normierungen und Regulierungen, die implizit und explizit von Geschlechter- und Diversity-Dimensionen durchzogen sind. Für das Fachgebiet „Gender in MINT und Planung. Feminist Studies in Science, Technology and Society“ möchte ich eine transdisziplinäre Forschungsprogrammatik etablieren und auf drei Forschungsperspektiven sowie deren Kontingenzen und Verschränkungen fokussieren: 1. die Fachkulturforschung, 2. die Wissensforschung und 3. die Anwendungs-, Technik- und Planungsgenese. So können sowohl Gender- und Diversityaspekte von MINT und Planung analysiert als auch in MINT und Planung systematisch und reflexiv integriert werden. Neben aktuellen Ansätzen der Feministischen Natur-, Technik- und Planungswissenschaften wird auch deren Historie konsequent einbezogen werden.“

Petra Lucht hat u. a. publiziert zu Fachkulturen in MINT (Lucht 2004, 2010, 2015), zur Wissenssoziologie in Naturwissenschaft und Technik (Lucht/Paulitz 2008, Lucht 2010) sowie zur Integration von intersektional orientierten Gender Studies in MINT und Planung (Lucht 2014, 2017). Zuletzt war sie Mitherausgeberin von reboot ING. Handbuch Genderlehre in den Ingenieurwissenschaften (Bath/Both/Lucht/Mauss/Palm 2017), erschienen im Lit Verlag.

Die W2 Professur „Gender in MINT und Planung / Feminist STS“ wird durch das Berliner Chancengleichheitsprogramm (BCP) gefördert.

Internet: www.zifg.tu-berlin.de/menue/team/petra_lucht/

Kontakt:

 

 

Gender Pro MINT Einführungskurs als Blockveranstaltung Sept/Okt

Start am 27. September!

Die Einführungsveranstaltung des Studienprogramms “Was haben Natur-und Technikwissenschaften mit Gender zu tun?” findet als Blockveranstaltung mit folgenden Präsenzterminen statt:  27./28./29.9. und 12./13.102017 jeweils von 10 Uhr bis 15:30 Uhr (nicht wie im Vorlesungverzeichnis angekündigt im August). In der Zeit zwischen dem 29.9. und dem 12.10. werden in Arbeitsgruppen Themen im Feld der Gender Studies zu MINT frei bearbeitet. Die Veranstaltung kann im freien Wahlbereich aller Studiengänge angerechnet werden (4 ECTS für eine kleine Leistung bzw. 6 ECTS für eine große Leistung).

Dozentin: Bärbel Mauss, Koordinatorin Gender Pro MINT

 

Anmeldeformular:

Direktzugang: 152421

http://www.genderpromint-zifg.tu-berlin.de/anmeldung/

 

Informationen zur Einführungsveranstaltung und rund um das Studienprogramm:

http://www.genderpromint-zifg.tu-berlin.de

 

 

Rezension: Sabine Harks ›Koalitionen des Überlebens‹

Katrin Köppert rezensierte Sabine Harks ›Koalitionen des Überlebens. Queere Bündnispolitiken im 21. Jahrhundert‹. Lesen Sie die Rezension ›Eine Welt, die noch keinen Namen hat. Gegen die Subalternität von Solidarität‹ hier.

 

 

Neue Forschungsgruppe von der DFG bewilligt:

Recht – Geschlecht – Kollektivität. Prozesse der Normierung, Kategorisierung und Solidarisierung (FOR 2265/0)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 4. Juli 2017 in seiner Sommersitzung im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Halle (Saale) die Forschungs­gruppe »Recht – Geschlecht – Kollektivität. Prozesse der Normierung, Kategorisierung und Solidarisierung« bewilligt. An der Forschungsgruppe sind die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Freie Universität Berlin (FU), die Technische Universität Berlin (TU) sowie die Universität Potsdam (UP) und die Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder (EUV) beteiligt.

Die Forschungsgruppe fokussiert auf Recht und Geschlecht als Dimensionen von Praxis und der Herausbildung unterschiedlicher Kollektivitäten. In den Vordergrund gerückt werden die Austauschprozesse, Wechselwirkungen, Widersprüche und Ambiguitäten, die dort ent­stehen, wo alltagsweltliche, institutionelle und rechtliche Praktiken aufeinandertreffen. Gefragt wird nach den konstituierenden und regulierenden Funktionen, die den spezifischen Modi, Praktiken und Mobilisierungsformen des Rechts zukommen und in welcher Weise Geschlechternormen und -verhältnisse in die untersuchten Kollektive und Dimensionen der Kollektivität hineinwirken. In sechs Teilprojekten werden Kollektive, Vorstellungen von Kollek­tivität und Prozesse der Kollektivierung in ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung analysiert und dabei unterschiedliche Dimensionen der Ko-Evolution von Recht, Geschlecht und Kollektivität fokussiert. Mit der Perspektive auf Kollektive einer mittleren Ebene lotet die Forschungsgruppe unterschiedliche Aggregatzustände und Intensitäten von Kollektivität aus – von eher losen sozialen Bewegungen über manifeste soziale Gruppen wie Hausgemein­schaften und Wohnkollektive bis hin zu Vereinen und (politischen) Organisationen, von denen wichtige Impulse in Hinblick auf neue Formen der Teilhabe und Sozialität auszugehen scheinen. Die Forschungsgruppe zielt erstens auf einen theoretischen Mehrwert für die empirische Rechtsforschung und die Geschlechterforschung und will zweitens einen eigenständigen Beitrag zum Verständnis der Bedeutung von Kollektivität in spätmodernen Gesellschaften im transnationalen Zusammenhang leisten.

Antragsteller*innen (in alphabetischer Reihung): Prof. Maja Apelt, Soziologie, UP; Prof. Susanne Baer, Rechtswissenschaft, HU; Prof. Beate Binder, Europäische Ethnologie, HU (Sprecherin); Prof. Sabine Hark, Gender Studies/Soziologie, TU; Prof. Eva Kocher, Rechtswissenschaft, EUV; Prof. Martin Lücke, Geschichte, FU.

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Am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der TU Berlin ist unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Hark das Teilprojekt (TP) »Die Neuerfindung des Kollektiven? Zur ›Wiederentdeckung‹ des Gemeinsamen. Eine Untersuchung von Diskursen und Praktiken urbanen Wohnens in Gemeinschaften« angesiedelt.

Untersucht wird, wie Recht und Geschlecht in Projekten gemeinschaftlichen Wohnens die Möglichkeitsbedingungen und Imaginationsräume für praktische Suchbewegungen eines konkreten, alltäglichen Gemeinsamen konfigurieren und (mit‑)konstituieren. Die Unter­suchung von Projekten gemeinschaftlichen Wohnens als aktuelle Experimente neuer Formen von Subjektivierung und Kollektivierung umfasst drei Dimensionen: a) Diskurse zu gemein­schaft­lichem Wohnen; b) Berlin als Rechtsraum und ökonomisch-institutionelle Arena; c) Praktiken der Kollektivierung.

 

 

Tagung: FiNuT

Lupe

1977 – 2017

40 Jahre
 Frauen in Naturwissenschaft und Technik


FiNuT

feministisch_4.40

 

Tagung

Freitag,26. Mai 2017, 10 – 18h30

Ort: Deutsches Technikmuseum

Trebbiner Straße 9 - 10963 Berlin

Informationen und Anmeldung unter: www.sdtb.de

 

AG FiNuT-Frauen*

Samstag, 27.Mai 17

Anmeldung unter: finut.net/finut2017.html

 

* Der Stern signalisiert die Vielfalt von geschlechtlichen Identifikationen auch innerhalb einer Genusgruppe

Kooperation: Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) TU Berlin

 

 

 

Netzwerktreffens „Kunst wider die Marginalisierung“

Am 25. April 2017 fand an der Universität der Künste Berlin anlässlich der BCP-Schirmherrschaft 2017 das
Netzwerktreffens „Kunst wider die Marginalisierung“ statt.

Die Frage nach Chancengleichheit in der Hochschulpolitik verbindet die Akteur_innen beider Netzwerke. Als Gastgeberin hat die UdK Berlin den Blick besonders auf gegenwärtige Fragen aus Perspektive der Kunst gelenkt und Gelegenheit für einen hochschul- und fächerübergreifenden Austausch geboten.

Welche Bedeutung kommt wissenschaftlichen und künstlerischen Netzwerken der Frauenförderung aktuell zu? Wie lassen sich im akademisch-künstlerischen Arbeitsumfeld heute Marginalisierungsprozesse diskutieren und welche Perspektiven bietet die Kunst im Umgang mit diesen Fragestellungen?

Beiträge, darunter auch die Eröffnungsrede von Sabine Hark, finden Sie hier.

 

 

Ringvorlesung POLITIKEN DER ZUGEHÖRIGKEIT

Lupe

Universitatsöffentliche Ringvorlesung


Assoziation ist kein Luxus, sondern gehört zu den ureigensten Bedingungen und Vorrechten der Freiheit.

[Judith Butler]

Hass, Verletzung und Gewalt prägen zunehmend das (welt-)gesellschaftliche Miteinander. Rassistische, heterosexistische und klassenbasierte Herrschaftspraktiken arbeiten global an der differenziellen Formie­rung von Subjekten und damit an der asymmetrischen Verteilung von Prekarität. Grenzziehungen, die Verweigerung von Zugehörigkeit und Solidarität sowie die Durchsetzung einer gesellschaftlichen Moral, die Verwerfung statt Anteilnahme favorisiert, sind Insignien unserer Zeit.

Die Ringvorlesung am ZIFG rückt vor diesem Hintergrund verschiedene politische, rechtliche, kulturelle, repräsentationale, literarische und moralische Politiken und Praktiken, die Zugehörigkeit und Grenzziehungen verhandeln, in den Mittelpunkt. Allen Beiträgen gemein­sam ist die Einsicht, dass eine Ontologie vonein­ander unabhängig gedachter Identitäten weder etwas zu jenem analytischen Vokabular beizutragen hat, das uns dabei hilft, die weltweiten Interdependenzen und global verflochtenen Netzwerke der Macht zu begreifen, noch, wie wir ein Ethos erlernen, das sich nicht nur an diejenigen richtet, mit denen wir uns verbunden fühlen, son­dern ebenso an jene, die wir weder kennen noch durchschauen, mit denen wir nichts zu tun haben wollen.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

 

Die 8. Uferpost ist da!

Lupe

In den vergangenen Monaten hat sich die Welt, wie wir sie – im globalen Norden – kannten, radikal gewandelt. Die Angriffe auf fundamentale Prinzipien liberaler Demokratien – allen voran auf die Wissenschafts- und Pressefreiheit – sind Teil der Politik der russischen ebenso wie vieler europäischer Regierungen und inzwischen auch des Weißen Hauses in Washington, D.C. (USA). Diese Rechte zu verteidigen, ist daher dringender denn je. Aber auch Hass, Verletzung und Gewalt prägen zunehmend das (welt-)gesellschaftliche Miteinander. Rassistische, heterosexistische und klassenbasierte Herrschaftspraktiken arbeiten an der differenziellen Formierung von Subjekten und damit an der asymmetrischen Verteilung von Prekarität. Grenzziehungen, die Verweigerung von Zugehörigkeit und Solidarität sowie die Durchsetzung einer gesellschaftlichen Moral, die Verwerfung statt Anteilnahme favorisiert, sind Insignien unserer Zeit.
Die Ringvorlesung am ZIFG im Sommersemester 2017 »Politiken der Zugehörigkeit« rückt vor diesem Hintergrund verschiedene politische, rechtliche, kulturelle, repräsentationale, literarische und moralische Politiken und Praktiken, die Zugehörigkeit und Grenzziehungen verhandeln, in den Mittelpunkt. Informationen zur RV finden sich auf Seite 32.
In der Rubrik »Feature: Ein Promotionsprojekt« stellen wir diesmal das Projekt von Thomas Gloy mit dem Titel »Aspekte einer symbolischen Ordnung der Moral im Nationalsozialismus« vor. Wir berichten von abgeschlossenen und neuen Forschungsprojekten und -initativen am ZIFG sowie aus dem Programm Gender Pro MINT und dem Techno-Club. Wir stellen die neuen Mitarbeiter_innen und Fellows am ZIFG und die aktuellen Publikationen der Mitarbeiter_innen und Doktorand_innen vor.
Im grünen Teil der UFERPOST ist wie immer das kommentierte Verzeichnis der Lehrveranstaltungen zu finden. In kurzen Kommentaren präsentieren wir die Inhalte der Lehre und informieren über die Leistungsanforderungen sowie die Anrechenbarkeit in den Studiengängen der TUB.
Bleibt noch, Ihnen und Euch viel Vergnügen bei der Lektüre der Uferpost sowie ein produktives und erkenntnisreiches ­Semester zu wünschen.

Das Team des ZIFG

 

Die komplette Ausgabe kann hier (PDF, 1,6 MB) heruntergeladen werden.

 

 

 

DFG-Projekt »GenderOpen - ein Repositorium für die Geschlechterforschung« gestartet

Zum 1. Oktober 2016 haben drei wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und drei studentische Hilfskräfte mit dem Aufbau eines fachlichen Repositoriums begonnen. Im Rahmen des geförderten Projekts verfolgen sie die Absicht, Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Geschlechterforschung im Sinne des Open-Access-Gedankens frei zur Verfügung zu stellen und nachhaltig zu sichern. Durchgeführt wird das Projekt, das am Margherita-von-Brentano-Zentrum angesiedelt ist, in Kooperation mit dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (HU) und dem Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (TU).

»GenderOpen« – ein Repositorium für die Geschlechterforschung

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Technische Universität Berlin
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