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Einführungsmodul
Die Teilnehmenden erwerben Grundlagen der Gender Studies zu MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) ausgehend von natur- und technikwissenschaftlichen Konzepten, Praxen und Professionsentwürfen.
Das Programm-Modul bereitet die Profilbildung im Feld der Gender Studies zu MINT (Vertiefungsmodul) vor durch die Vermittlung von Methoden der Gender Studies und exemplarischen Genderanalysen in unterschiedlichen Feldern von MINT.
Was haben Natur- und Technikwissenschaften mit Gender Studies zu tun?
| Bärbel Mauß / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 036 | Fakultät II - VI |
| Zeit: | Mo 12–14 Uhr | |
| Beginn: | 16.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | BA, MA, MAG, Dipl., Postgradual | |
Die Lehrveranstaltung bietet in einem ersten Teil Einblicke in Themen und Herangehensweisen der Gender Studies in MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften). Die Studierenden lernen mittels verschiedener Analyseverfahren natur- und technikwissenschaftliche Disziplinenaus der Genderperspektive kennen: z. B. die Physik, Informatik,
Raumplanung und Ingenieurwissenschaft. In einem integrierten Tutorium werden Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens der Gender Studies eingeübt.
In einem zweiten Teil bearbeiten die Studierenden in Arbeitsgruppen ausgewählte Themen und bereiten Lehrveranstaltungseinheiten dazu vor.
Themenfelder können sein:
• Gender und Diversity in der Hochschulpolitik,
• Nachhaltigkeit und Gender,
• Molekularbiologie und Geschlecht,
• Visualisierungstechniken und Geschlecht,
• Nanotechnologie und Geschlecht
• Popularisierung naturwissenschaftlichen Wissens
• Wissenschaftliche Herstellung von Geschlechterstereotypen
• Was sind Männer, was sind Frauen?
Vertiefungsmodul
Im Vertiefungsmodul werden, aufbauend auf den Kenntnissen aus dem Einführungsmodul, die Genderkompetenzen dem individuellen Profil des/ der Studierenden entsprechend erweitert. Ziel ist die Anbahnung der Kompetenzen zu disziplinübergreifender Reflexion aus Gender- und Diversityperspektive und zum Transfer in das eigene Studienfach.
Die Studierenden gewinnen im Rahmen des Moduls vertiefte Einblicke in Themenfelder der Gender Studies.
Was Sie schon immer über Geschlecht wissen wollten...und nie zu fragen wagten: Einführung in die Gender Studies
| Corinna Bath / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 033 | BA-KulT IS 3/IS 5/FW 18 MA-ZIFG FP 16 MA-BIWI 7b |
| Zeit: | Mo 14–16 Uhr | |
| Beginn: | 16.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Grundstudium/BA/MA | |
Gender Studies fragen nach der Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft.
Sie rücken die Kategorie Geschlecht in verschiedenen Bereichen (z. B. Arbeit, Technik, Organisationen, Politik) ins Zentrum ihrer Analysen. Gender Studies zeigen, wie sich Geschlechterverhältnisse historisch entwickelten und veränderten. Im Seminar werden theoretische, soziologische, methodische und historiographische Konzepte der Geschlechterforschung vorgestellt und an exemplarischen Gegenstandsfeldern diskutiert.
Diese Lehrveranstaltung ist geeignet für Studierende aller Fächer und Studiengänge, insbesondere für Teilnehmer_innen am Zertifikat „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“. Die Teilnahme an dieser – oder einer vergleichbaren – Lehrveranstaltung ist Voraussetzung für den Besuch weiterer Lehrveranstaltungen am ZIFG. Für das Zertifikat ist die Veranstaltung für das „Vertiefungsmodul I – Profilbildung in den Gender Studies“ anrechenbar.
Was sie schon immer über Geschlecht wissen wollten...aber nie zu fragen wagten: Einführung in die Gender Studies
| Sabine Hark / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 025 | BA-KulT IS 3/IS 5/FW 18 MA-ZIFG FP 16 MA-BIWI 7b |
| Zeit: | Di 12–14 Uhr | |
| Beginn: | 17.04.2012 | |
| Raum: | FR 3035 | |
| Info: | Grundstudium/BA/MA | |
Gender Studies fragen nach der Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft.
Sie rücken die Kategorie Geschlecht in verschiedenen Bereichen (z. B. Arbeit, Technik, Organisationen, Politik) ins Zentrum ihrer Analysen. Gender Studies zeigen, wie sich Geschlechterverhältnisse historisch entwickelten und veränderten. Im Seminar werden theoretische, soziologische, methodische und historiographische Konzepte der Geschlechterforschung vorgestellt und an exemplarischen Gegenstandsfeldern diskutiert.
Diese Lehrveranstaltung ist geeignet für Studierende aller Fächer und Studiengänge, die noch keine Kenntnisse in Frauen- und Geschlechterforschung haben. Die Teilnahme an dieser - oder einer vergleichbaren - Lehrveranstaltung ist Voraussetzung für den Besuch der weiteren Lehrveranstaltungen am ZIFG.
"nicht dermaßen regiert werden". Umrisse einer feministischen Kunst des Handelns
| Sabine Hark / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 021 | BA-KulT IS 5/FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Di 16–18 Uhr | |
| Beginn: | 17.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Hauptstudium/BA ab 2. Studienjahr/MA/Postgradual, Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Im Lichte des „Paradox der Subjektivation“, das, mit Michel Foucault und Judith Butler gesprochen, darin besteht, dass das Subjekt allererst von hegemonialen Normen befähigt, wenn nicht gar hervorgebracht wird, steht in diesem Seminar die Frage im Vordergrund, wie agency, wie widerständiges feministisches Handeln heute gedacht werden kann. Neben der Lektüre relevanter theoretischer Literatur wird es auch um exemplarische Erkundungen einer Kunst des Handelns in unterschiedlichen Institutionen und Kontexten gehen.
Re-Lektüren: Feministische Theorie
| Sabine Hark / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 024 | BA-KulT IS 2/IS 4/FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Do 12–14 Uhr | |
| Beginn: | 19.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Hauptstudium/BA ab 2. Studienjahr/MA/Postgradual, Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
In dieser Lehrveranstaltung lesen und erarbeiten wir gemeinsam thematisch gebündelte, aktuelle und immer noch zeitgemäße Beiträge zur feministischen Theorie. Große Bereitschaft zu intensiver Lektüre ist Teilnahmevoraussetzung.
Öffentlicher Jour fixe: Forschung am ZIFG
| Sabine Hark / Öffentlicher Jour fixe | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 027 | BA-KulT FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Mi 18–20 Uhr, 14-tägl. | |
| Beginn: | 18.04.2012 | |
| Raum: | H 3004 | |
ZIFG goes Public. Wir geben Einblick in die Forschungswerkstätten des ZIFG. Präsentiert werden laufende und geplante Forschungsprojekte.
| Termine: | |
|---|---|
| 18.04. | Sabine Hark Einführung – Geschlechterforschung als kritische Ontologie der Gegenwart |
| 02.05. | Mike Laufenberg Die Biomedikalisierung des Alterns: Wissenschafts- und medizinsoziologische Überlegungen zur Anti-Aging Technologie |
| 23.05. | Hanna Meißner Materialism revisited. Wissen als Hingabe und Verführung |
| 13.06. | Corinna Bath Modelle des Humanen in der Informatik. "Diffractive Design" für eine feministische Technikgestaltung |
| 27.06. | Anja Rozwandowicz & Aline Oloff Nach Bologna: Gender Studies in der "unternehmerischen Hochschule" |
| 11.07. | N.N. genderDynamiken – Fachkulturen und Forschungsorganisationen in der Physik |
"Queering the User Interface of MOCA". Bachelor-Studienprojekt Quality & Usability
| Corinna Bath / Projekt (Tandem-Veranstaltung) | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 031 | BA-KulT FW 18 MA-ZIFG FP 16 MA-BIWI 7b |
| Zeit: | Di 12–16 Uhr | |
| Beginn: | 17.04.2012 | |
| Raum: | TEL und FR 4080 | |
Am Lehrstuhl Quality & Usability Lab wird gegenwärtig ein neuer Service für das iPhone namens MoCCha-App (Mobiler Campus Charlottenburg) entwickelt, der Studierende und Besucher_innen über die Aktivitäten und Angebote des Campus Charlottenburg informiert.
Ziel des Studienprojektes ist es, ausgehend von dem aktuellen Informations- und Interaktionsdesigns der Applikation ein Queering seines User Interfaces vorzunehmen. Unter einem solchen Queering verstehen wir, möglichst vielfältige Perspektiven verschiedenster Nutzer_innen in den Untersuchungs- und Gestaltungsprozess einzubringen. Der Begriff queer ist ein Versuch, positiv umzudeuten, was traditionell als normabweichend bezeichnet wird. Er geht zurück auf eine Theorie und Bewegung, die Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität als Norm hinterfragt. Queer Studies verstehen Geschlecht und Begehren als vielfältig und veränderbar. Sie treten für einen geschlechtlichen und sexuellen Pluralismus ein, der jeder Person die Möglichkeit der Selbstdefinition einräumt. Ziel ist es, politisch, gesellschaftlich, aber auch in der Wissenschaft Bedingungen für unterschiedliche queere Lebensweisen zu schaffen. Dass Erkenntnisse der Queer Studies noch nicht in die Produktentwicklung eingeflossen sind, zeigt sich in der nach wie vor stereotypen Interfacegestaltung. So sind Produkte, die sich vornehmlich an Frauen richten, klein, rund und pink, Produkte für Männer dagegen sind eckig und schwarz. Befunde aus der Usabilityforschung weisen jedoch darauf hin, dass sich Unterschiede zwischen Nutzenden nicht allein am Geschlecht festmachen lassen, sondern vielfältigen Faktoren wie Alter, Lebensstil, Bildungshintergrund etc. unterliegen.
Im Rahmen des Projektes sollen daher nutzungsrelevante Aspekte jenseits gängiger Geschlechter- und Sexualitätsklischees ermittelt werden. Im Studienprojekt soll mit möglichst unterschiedlichen potentiellen Nutzer_innen gearbeitet werden, die jene Klischees gerade nicht bedienen. Ferner werden im Forschungs- und Entwicklungsprozess getroffene Entscheidungen mit den Methoden der Gender und Queer Studies kritisch begleitet. Die Forschungsfrage besteht darin, welche User Interfaces mit den Ansätzen eines Queering the User entstehen und wie diese User Interfaces charakterisiert werden können. Das Projekt ist offen für alle Studierenden, die an interdisziplinärer Arbeit interessiert sind. Willkommen sind insbesondere diejenigen, die gesellschaftliche Normen problematisieren möchten.
Die Lehrveranstaltung wird in Zusammenarbeit mit den Lehrenden des Quality & Usability Lab an der Technischen Universität und der Designforschung an der Universität der Künste durchgeführt.
Gender in Organisationen
| Hanna Meißner / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 022 | BA-KulT IS 5/FW 18 MA-ZIFG FP 16 MA-BIWI 7b |
| Zeit: | Mo 10–12 Uhr | |
| Beginn: | 16.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Hauptstudium/BA ab 2. Studienjahr/MA/Postgradual, Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
In kritischer Auseinandersetzung mit Auffassungen, dass die Geschlechtszugehörigkeit von Mitgliedern in Organisationen eigentlich irrelevant sei, hat die Frauen- und Geschlechterforschung darauf aufmerksam gemacht, dass Organisationen in ihrer Eingebundenheit in den gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden müssen, dass die Kategorie Geschlecht in Strukturen und Abläufen von Organisationen eingelassen ist und dass dadurch systematisch Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen reproduziert werden.
In diesem Seminar werden theoretische Perspektiven und empirische Untersuchungen zum Zusammenhang von Organisation und Geschlecht diskutiert. Anknüpfend an Debatten um Intersektionalität wird außerdem danach gefragt, wie neben Geschlecht auch andere soziale Kategorien in Organisationsstrukturen und -abläufen eingelassen sind. Mögliche Eingriffs- und Gestaltungsspielräume werden anhand der Konzepte von Gender Mainstreaming und Managing Diversity beleuchtet.
Wie versteckt sich Gender in Naturwissenschaften und Technik? Eine praxisorientierte Einführung in den Zusammenhang von Wissenschaft(en) und Geschlecht.
| Hanna Meißner & Inka Greusing / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 023 | BA-KulT IS 2/FW 18 MA-ZIFG FP 16 FüS |
| Zeit: | Di 10–12 Uhr | |
| Beginn: | 10.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Grundstudium/BA/MA, Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
„Die Qualitäts- und Erfolgsmaßstäbe in der Wissenschaft sind geschlechtsneutral, jedenfalls in den Fächern, in denen es auf Entdeckungen ankommt, wie zum Beispiel in der Genforschung“ (Christiane Nüsslein-Volhard, Nobelpreisträgerin für Medizin). Dieses verbreitete Selbstverständnis in den (Technik- und Natur-) Wissenschaften wird von der Frauen- und Geschlechterforschung kritisch hinterfragt.
In diesem Seminar werden wir uns dieser Problematik von zwei Seiten annähern. Einerseits werden wir uns anhand ausgewählter Einführungstexte einen Überblick über die Auseinandersetzungen zum Zusammenhang von Wissen, Wissenschaft und Geschlecht erarbeiten. Andererseits wird in kleinen Forschungsaufgaben (z. B. teilnehmende Beobachtung in einer ingenieurwissenschaftlichen Versuchsanlage, Analyse von Studiengangsbeschreibungen und Fachtexten) im universitären Alltag der Frage nachgegangen, ob und wie sich Geschlecht in den Wissenschaften versteckt.
Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende aller Studiengänge, insbesondere der Natur- und Technikwissenschaften. Es ist eine einführende Veranstaltung – theoretische und methodische Vorkenntnisse der Frauen- und Geschlechterforschung werden nicht vorausgesetzt.
Labore der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschung: Welche Rolle spielt „Geschlecht“ in Experiment und Gestaltung?
| Hannah Fitsch / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 015 | BA-KulT IS 2/IS 3/FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Mi 12–16 Uhr, 14-tägl. | |
| Beginn: | 11.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Grundstudium/BA/MA, Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Seit Ende der 1970er Jahre wird in der Wissenschaftsforschung der epistemologische Status des Experiments beginnend mit ethnographisch geschulten Laborstudien (Knorr Cetina 1981) und in praxisorientierten Arbeiten (Latour/Woolgar 1986) untersucht. Verschiedene Autor_innen konnten aufzeigen, dass dem Experiment entgegen dem bisherigen Verständnis eine eigenständige, schöpferische und generierende Rolle zukommt (Heidelberger/Steinle 1998). „Experimente kombinieren künstliche und natürliche, technische und wissenschaftliche, materielle und immaterielle Dinge“ (Schmidgen u.a. 2004:8) und bringen in diesem Prozess das Undefinierte und das Noch-nicht-Sichtbare als epistemisches Objekt hervor.
Für uns stellt sich die Frage, welche Rolle dem Experiment bei der Konstruktion von Geschlecht zukommt. Wie wird die Differenz zwischen männlich und weiblich experimentell bzw. gestalterisch hergestellt, und wie wird das experimentell produzierte Wissen über Geschlecht stabilisiert? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Labor- und experimentellen Anordnungen über die Disziplinen hinweg und wie wandeln sie sich in Abhängigkeit dessen, was disziplinär als Repräsentation von Geschlecht gilt?
In dieser Veranstaltung werden wir mittels teilnehmender Beobachtung verschiedene natur- und technikwissenschaftliche Labore an der TU Berlin in den Blick nehmen, um diesen Fragen nachzugehen.
Biomedizin als Kultur
| Mike Laufenberg & Lukas Engelmann / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 016 | BA-KulT IS 3/FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Do 14–16 Uhr | |
| Beginn: | 12.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Grundstudium/BA/MA/Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Die Biomedizin stellt derzeit eines der wichtigsten Forschungs- und Anwendungsfelder der neuen Lebenswissenschaften dar. Indem sie Methoden der Molekularbiologie, Genetik und Biochemie in die medizinische Praxis einführt, verändert sie nicht nur die Medizin selbst. Viel weitreichender noch korrespondiert die Molekularisierung des Lebens in der Biomedizin mit einem veränderten gesellschaftlichen Verständnis von Leben, Gesundheit, Krankheit und Normalitat.
Im Seminar wollen wir dies an unterschiedlichen Fällen einer Medikalisierung des Lebens nachvollziehen (u. a. in Bezug auf Geschlecht, Sexualität, Altern, Depression, Krebs, HIV/AIDS). Wir gehen dabei von einer wechselseitigen Durchdringung von Biomedizin und Gesellschaft aus: Die Biomedizin wird also nicht auf ein klinisches Anwendungsfeld reduziert, sondern wir wollen analysieren, wie sich biomedizinische Praktiken mit den Bereichen des Rechts, der Politik und der Ökonomie verknüpfen. Hierfür sollen Ansätze der interdisziplinären Science und Medicine Studies mit einem gesellschaftstheoretischen Erkenntnisinteresse verbunden werden, das auch danach fragt, wie die Kultur der Biomedizin historisch und aktuell an einer Regulierung von Körpern und Verhaltensweisen teilhat. Von besonderem Interesse sind hier neuere Debatten, in denen ein zunehmender Wandel der Medizin von der Heilkunst zur präventiven Verbesserung körperlicher und geistiger Fähigkeiten des Menschen diskutiert wird („Human Enhancement“).
Die Universität im Haus: Die Erfindung einer neuen Ökonomie der Geschlechter
| Ulrike Gleixner / Seminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 014 | BA-KulT IS 2/FW 18 MA-ZIFG FP 16 |
| Zeit: | Fr 10–12 Uhr | |
| Beginn: | 20.04.2012 | |
| Raum: | FR 7039 | |
| Info: | Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Nach der Reformation werden im 16. Jahrhundert in den protestantischen Territorien die klosterähnlichen, zölibatär strukturierten Universitäten zu neuen „Familienuniversitäten“ umorganisiert. Erstmalig heiraten Professoren und begründen Familien. Es entsteht eine neue, privilegierte bürgerliche Beamtenschicht, in der nicht nur den männlichen Akademikern, sondern auch den Frauen, zeitgenössisch als „Professorinnen“ bezeichnet, ein hervorgehobener Platz eingeräumt wird. An der Schnittstelle von Wissenschaft, Ökonomie und Familie generiert der Professorenhaushalt neue Geschlechterverhältnisse und Geschlechterpraxen. Diesem Prozess frühneuzeitlicher Geschlechterkonstruktionen, der erst mit Humboldts Universitätsreform am Beginn des 19. Jahrhunderts sein Ende findet, soll im Seminar auf den Grund gegangen werden.
Es besteht die Möglichkeit, mit einer Tagesexkursion die baulich erhaltene frühneuzeitliche Universität Helmstedt zu besichtigen.
Diversity: Innovationen und neue Märkte
| Prof. Dr. Ing. Martina Schraudner / BlockSeminar | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 0536 L 343 | |
| Zeit: | 4./5. Mai 2012 | |
| Beginn: | Vorbesprechung am 16.04.2012, 18-19 Uhr | |
| Raum: | Siehe www.gender-diversity.tu-berlin.de/gdo/lehre | |
| Info: | anrechenbar im Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Ziel des Seminars ist die Vermittlung von theoretischem Wissen und der praktischen Umsetzung - für einen strategischen Umgang mit Vielfalt.
Theorie: Aktuelle Studien und Literatur zu Diversity-Management als Innovationstreiber und zur Erschließung neuer Forschungsfelder / Märkte.
Praxis: Partizipative Ansätze in Forschung und Entwicklung, Fallbeispiele zur Anwendung von "Managing Diversity".
Für das Zertifikat ist die Veranstaltung für das „Vertiefungsmodul I – Profilbildung in den Gender Studies“ anrechenbar.
Leadership & Management: Exzellenz durch Diversity
| Prof. Dr. Ing. Martina Schraudner / Vorlesung | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 0536 L 347 | |
| Zeit: | ||
| Beginn: | Die Anmeldung zur LV erfolgt in der ersten Vorlesung am 16.04.2012. | |
| Raum: | Siehe www.gender-diversity.tu-berlin.de/gdo/lehre | |
| Info: | anrechenbar im Vertiefungsmodul Studienprogramm | |
Im Rahmen der Vorlesung werden Grundlagen zu Diversity Management mit Bezug zu Leadership / Führung, Teams, Interaktionen, Organisationskulturen vermittelt. Die theoretischen Grundlagen zu Diversity Management umfassen
den historischen Abriss, aktuellen Forschungsstand und Ausblick verschiedene Kontexte (Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft) die europäische Perspektive auf Vielfalt (Rahmen, Aktivitäten in EU Ländern)
Um eine praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten werden / wird Good-Practices zur Konzeption und Umsetzung zur Lösung von Diversity-Fragestellungen herangezogen eine Unternehmensvertreterin von der Diversity-Praxis in einem Luft- und Raumfahrtunternehmen (Führung, Teams, Interaktionen) berichten.
Projektmodul
Wie lassen sich die Erkenntnisse aus den Analysen der Gender Studies auf die Inhalte der MINT Studienfächer übertragen?
In Abhängigkeit vom gewählten Studienprojekt werden Fragestellung und Projektablauf entworfen und umgesetzt.
Begleitend gibt es eine Projektwerkstatt, die alle laufenden Projekte zusammenführt, zum Austausch untereinander über Projektverläufe und zur Präsentation und Diskussion der Projektergebnisse.
Wie lassen sich Erkenntnisse aus den Analysen der Gender Studies auf die Inhalte der MINT Studienfächer übertragen?
| Corinna Bath / Projektwerkstatt | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 034 | Fakultät II - VI |
| Zeit: | Fr 14–16 Uhr | |
| Beginn: | 13.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Projektmodul | |
Die Projektwerkstatt ist ein Angebot für alle Studierenden, die ihr natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studienprojekt/ihre Bachelorarbeit um Perspektiven der Gender Studies erweitern möchten. Je nach Studienfach und Hauptbetreuung ist es möglich, einzelne Anteile des Studienprojekts/der Bachelorarbeit unter Gender- und Diversity-Aspekten zu reflektieren oder Gender Studies-Perspektiven durchgehend in die Fachinhalte zu integrieren.
Die Lehrveranstaltung ist integraler Bestandteil der Projektmoduls „Wie lassen sich Erkenntnisse aus den Analysen der Gender Studies auf die Inhalte der MINT Studienfächer übertragen?“ und richtet sich besonders an Teilnehmer_innen des Zertifikats „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“.
Sie bietet die Möglichkeit:
- das eigene Studienprojekt/die Bachelorarbeit in verschiedenen Stadien zu präsentieren und aus Perspektiven der Gender Studies zu reflektieren,
- zu klären, welche spezifischen Theorien, Kenntnisse und Methoden der Gender Studies relevant sind für eine Reflektion des konkreten Studienprojekts/der Bachelorarbeit – und diese individuell oder in der Gruppe zu erarbeiten,
- gemeinsam zu erproben, wie relevante Theorien, Kenntnisse und Methoden der Gender Studies auf das konkrete Studienprojekt/die Bachelorarbeit übertragen werden können
- und sich über Erfahrungen und ggf. Probleme des interdisziplinären Arbeitens auszutauschen, die bei diesen Vorhaben entstehen.
Vertiefungsmodul II
Profilbildung Gender zur Vorbereitung des Abschlussprojektes.
Vertiefung der Genderkompetenzen - aufbauend auf den Kenntnissen aus dem ersten Teil des Studienangebotes - dem individuellen Interessen-Profil des/ der Studierenden entsprechend.
Im Fokus stehen dabei Einblicke in die für das Abschlussprojekt relevanten Felder der Gender Studies.
Die Studierenden bereiten sich im Rahmen dieses Moduls auf das Abschlussprojekt vor. Ziele sind die Profilschärfung hinsichtlich der Kenntnisse der Methoden der Gender Studies und der Übertragung und Anwendung der Erkenntnisse der Gender Studies zu MINT.
Zur Auswahl der passenden Lehrveranstaltungen zu den Abschlussprojekten wird eine individuelle Beratung angeboten.
Zum Lehrangebot siehe Vertiefungsmodul I.
Abschlussprojektmodul
Gender und Diversity in der Gestaltung von Forschungsprojekten und Technologien.
Im Abschlussprojekt - Gender und Diversity in der Gestaltung von Forschungsprojekten und Technologien - werden die in den vorangegangenen Programm-Modulen erworbenen Genderkompetenzen gestaltend in Forschung und/ oder Technologieentwicklung umgesetzt.
Dies kann als Teilabschnitt im Rahmen einer Studienabschlussarbeit (BA/ MA/ Promotion) oder als sonstiges Studienprojekt umgesetzt werden.
Gender und Diversity in der Gestaltung von Forschungsprojekten und Technologien
| Corinna Bath / Projekt mit integrierter Projektwerkstatt | ||
|---|---|---|
| LV-Nr.: | 3152 L 035 | Fakultät II - VI |
| Zeit: | Mo 16–19 Uhr | |
| Beginn: | 16.04.2012 | |
| Raum: | FR 4080 | |
| Info: | Abschlussmodul „Gender & Diversity in der Gestaltung von Forschungsprojekten und Technologien“ | |
Das Abschlussprojekt ist ein Angebot für alle Studierenden, die ihre natur- oder ingenieurwissenschaftliche Abschlussarbeit (BA/MA/Promotion) um Perspektiven der Gender Studies erweitern möchten. Je nach Studienfach und Hauptbetreuung der Arbeit ist es möglich, einzelne Anteile der Abschlussarbeit im Fachstudium (BA/MA/Promotion) unter Gender- und Diversity-Aspekten zu reflektieren oder Gender Studies-Perspektiven durchgehend in die Fachinhalte zu integrieren. Die Projektwerkstatt, in der alle laufenden Abschlussprojekte des Zertifikats zusammengeführt werden, ist integraler Bestandteil des Abschlussmoduls „Gender & Diversity in der Gestaltung von Forschungsprojekten und Technologien“ und richtet sich besonders an Teilnehmer_innen des Zertifikats „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“.
Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit:
- eine natur- oder ingenieurwissenschaftliche Abschlussarbeit (BA/MA/Promotion) in verschiedenen Stadien zu präsentieren und aus Perspektiven der Gender Studies zu reflektieren,
- zu klären, welche spezifischen Theorien, Kenntnisse und Methoden der Gender Studies relevant für eine Reflektion der Abschlussarbeit im Fachstudium sind – und diese individuell oder in der Gruppe zu erarbeiten,
- gemeinsam zu erproben, wie relevante Theorien, Kenntnisse und Methoden der Gender Studies auf die Abschlussarbeit im Fachstudium übertragen werden können
- und sich über Erfahrungen und ggf. Probleme des interdisziplinären Arbeitens auszutauschen, die bei diesen Vorhaben entstehen.
Die Ergebnisse der Abschlussprojekte für das Zertifikat „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“ können auf einem Projekttag zum Ende des Semesters der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.