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Graduiertencolloquium am ZIFG
Das Graduiertencolloquium am ZIFG ist ein kontinuierlicher Arbeitszusammenhang, der sich im Semester wöchentlich trifft und die Möglichkeit bietet, Dissertationen und Examensarbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Die Arbeiten des Colloquiums sind hinsichtlich ihrer Gegenstände, Fragestellungen und disziplinären Verortungen sehr heterogen. Gemeinsamer Bezugspunkt der Projekte sind queer-feministische Theorien und Ansätze, die die heteronormative Zweigeschlechtlichkeit in ihrer historischen Verwobenheit mit anderen sozialen Differenzierungen und Hierarchisierungen betrachten. Das Colloquium bietet zudem einen Zusammenhang, in dem die eigene wissenschaftliche Tätigkeit, deren institutionelle Rahmenbedingungen und die damit verbundenen Subjektivierungsweisen kritisch reflektiert werden können. Um der Vereinzelung in der Arbeit an der eigenen Qualifikation entgegen zu treten, werden aus dem Colloquium heraus auch gemeinsame Workshops organisiert und Formen alternativer/kollektiver Wissensproduktion diskutiert und praktiziert.
Derzeit können keine neuen Promovierende mehr aufgenommen werden.
Abgeschlossene Projekte
Sophia Gayana Ermert
Gender Trainings der Heinrich Böll Stiftung.
Zum Verhältnis von Theorie und Praxis
Ina Kerner
Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus
Mike Laufenberg
Die Regierung der Sexualität
Subjektivität, Wahrheit und Macht im Zeitalter der Biologie
Hanna Meißner
Bedingte Kontingenz. Zur gesellschaftlichen Konstitution von Subjektivität und Handlungsfähigkeit
Tino Plümecke
Differenzforschung in den neuen Lebenswissenschaften
Laufende Projekte
Göde Both
Agency und Geschlecht in Mensch/Maschine-Konfigurationen am Beispiel von Virtual Personal Assistants
Judith Coffey
Die Liebesgeschichte als Ort der (Re)Produktion von Bürgerlichkeit.
Exemplarische Analysen viktorianischer Romane
Sahra Dornick
Die Romane von Gila Lustiger im Kontext postmoderner Gesellschaftstheorie
Lukas Engelmann
Krankheitsbild AIDS.
Die medizinische Semantisierungsgeschichte von AIDS
aus der Logik des Bildes (Arbeitstitel)
Hannah Fitsch
Wie kommen die bunten Lichter ins Gehirn?
Zur Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit in den Neurowissenschaften am Beispiel bildgebender Verfahren. Eine Videotheoriearbeit
Inka Greusing
Rhetorische Modernisierung in den Ingenieurwissenschaften?
Zur Verknüpfung von Fachhabitus und Geschlecht in den Ingenieurwissenschaften. Eine empirische Studie in den Ingenieurwissenschaften an einer Technischen Universität
Martin Heger
Society Reloaded.
Klassifikationen und Ab/Ausgrenzungen als gesellschaftskonstituierende Strategie? (Arbeitstitel)
Silke Meyer
Differenzierungen und Ausschluss über Technik?
Eine Studie zu den Machtverhältnissen in Linux User Groups
Aline Oloff
Feministische Wissensproduktion in Frankreich unter dem Einfluss postkolonialer Debatten (Arbeitstitel)
Alek Ommert
Ladyfeste als queer-feministische Praxis
Verhandlungen von Ausgrenzung und Teilhabe
Stanislawa Paulus
Medienbilder von MigrantInnen in Dokumentationen und Reportagen des öffentlich rechtlichen Fernsehens
Thomas Viola Rieske
Pädagogische Handlungsmuster in der Jungenarbeit
(Arbeitstitel)
Arn Sauer
Gender-based Analysis and Gender Impact Assessment.
Canadian Best Practices for the European Institute for Gender Equality?
Pat Treusch
Care-Robot & Co
Humanoide als soziale Akteure am Beispiel technisch vermittelter Fürsorge- und Hausarbeit
Anna Voigt
Konstruktionen von "Männlichkeiten" und "Sexualitäten" in US-amerikanischen TV Serien und ihre Rezeption in Deutschland (Arbeitstitel)